Öffentliche Lesepolitik in Brasilien

In Brasilien besuchen zwar nahezu 100% aller Jugendlichen zwischen 7 und 14 Jahren die Schule, der Prozentsatz an erwachsenen Analphabeten ist jedoch beachtlich. Da Bibliotheken Mangelware sind und die bestehenden nur sehr niedrig dotiert, hat das Unterrichtsministerium 2001 ein Programm in die Wege geleitet mit dem Ziel, Bücher direkt an die Schüler zu verteilen. Dennoch versucht man auf Landesebene eine regelrechte Buch- und Lesepolitik einzuführen. 2003 hat Brasilien ein ,,Buchgesetz" eingeführt und ein nationaler Buch- und Leseplan soll 2005 in Kraft treten. In einem Kasten findet man die Beschreibung des Programms Mala do Livro - Bibliotecas domiciliares, das seit 1990 in Brasilia verwirklicht wird.