Die Entwicklung des Internet und die Bibliotheken: weitgestreute Ausbildung und kontinuierliche Weiterbildung

EMit dem Angebot an digitalen Dokumenten stellt das Internet ein Mittel zur Erneuerung des Geschriebenen dar. Daher wird die Haltung der Bibliotheken in der Aufwertung dieses Mediums entscheidend sein. Auf der einen Seite spielt sich hier ein Monopoly in weltweiten Dimensionen ab, das sich in der Kontrolle des kulturellen Schaffens durch die großen internationalen Konzerne (Microsoft, Elsevier) äußert. Auf der anderen Seite erlaubt das Internet eine Fülle von sowohl privaten als auch öffentlichen Initiativen, die das Spektrum freier Information erweitern. Wie können die Bibliotheken den Verteilungsaspekt des Internet fördern und an dem Aufbau einer solidarischen Informationsgesellschaft teilhaben? Angesichts der Monopole, die durch die Konzentration der Informatik, der Telekommunikation und der Medien gefördert werden, müssen die Bibliotheken ihren sozialen Auftrag verteidigen, um eine neue Spaltung zwischen « Informationsreichen » und « Informationsarmen » zu vermeiden. In diesem Sinn werden einige Vorschläge gemacht, die von der Schaffung von Internet-Werkstätten bis zur Verteidigung des « pay-per-view » für den Zugang zu digitalen Dokumenten gehen. Ein Kriterium zeichnet sich in dieser Debatte ab: Wie kann die Auswahl durch die Bibliotheken die Verbreitung des Wissens, der Erziehung und der staatsbürgerlichen Werte begünstigen?