Negationismus und Berufsethos

Die Bibliothek der Alliance Israélite Universelle Paris hat anlässlich von wiederholten Besuchen eines aktiven Holocaust-Leugners im Lesesaal ein in den Bereich Berufsethos fallendes Dilemma erlebt. Seine Anwesenheit hat die Betreuungsgewohnheiten der Bibliothek gestört und hat eine gewisse Anzahl von Fragen über die Relevanz des Codes des Berufsethos in einer heiklen und kaum voraussehbaren Situation wie dieser aufgeworfen. Müssen wir einen Holocaust-Leugner von unseren Sammlungen profitieren lassen? Ist es möglich, seine Anwesenheit zu tolerieren und ihm einen normalen Dienst zu erweisen?