Evaluierung, ein Veränderungsantrieb? Erfahrungen an der Universität Versailles – Saint-Quentin-en-Yvelines

Die Evaluierung steht heute im Mittelpunkt der Hochschul- und Forschungsreformen. Sie erfolgt damit im Rahmen der Gesamtrevision der öffentlichen Politik und führt dort, wo lange Finanzverfahren maßgebend waren, Projektlogik ein (Ziele, Maßnahmen, Ergebnisse). Sie tritt in diesem Zusammenhang als einer der zahlreichen Veränderungsantriebe auf, die die Grundsätze und die Werte, auf denen sich bis dahin das Vorgehen der Einzelnen gründete, völlig verändern. Damit die Evaluierung nun aber ihre Rolle als Hilfsmittel im Dienste der Handlung, der Veränderung und des organisatorischen Lernens spielen kann, muss ihr Bedeutung beigemessen werden. Dies wird unter der Bedingung der Einbeziehung aller Akteure in den Prozess möglich, denn wenn die Hilfsmittel notwendig sind, benötigt man auch und vor allem Männer und Frauen, die sich sie aneignen und andere mit der Fähigkeit, das gemeinsame Vorgehen zu koordinieren und zu führen.