Bibliotheken angesichts des Wandels im Angebot und in der Nachfrage

Im Lauf der letzten Jahrzehnte wurde eine "kulturelle Demokratisierungspolitik" mit einer gesteigerten Markttätigkeit gekoppelt um einer Mehrzahl den Zugang zu Informations- und Kulturgütern zu erleichtern. Kultur, Unterhaltung und Information sind heute die treibenden Kräfte der Wirtschaft. Die Bibliotheken haben sich noch nicht völlig auf dieses Marktmodell sozialer Nachfrage umgestellt. Immer noch begrenzen eine zu gleichförmige Angebotsstrategie und Vermutungen über Benutzer- bzw. Leserverhalten ihre Auffassung von "Nachfrage". Um diese Einstellung zu ändern wird vorgeschlagen, engere Verbindungen mit den Benutzern zu knüpfen und eine soziale Nachfrage konkret auszuarbeiten und zwar durch die rationelle und politische Analyse von Bedürfnisse und Rollen. Mehr als je zuvor müssen sich Bibliothekare der sozialen Dimension ihrer Tätigkeit und ihrer Funktion als Interface zwischen reellen Bedürfnissen und den angebotenen Produkten, die äusserts sorgfältig inmitten des Überangebots und der "Flut" auszuwählen sind, bewusst sein. Demnach tragen Bibliothekare eine ständig wachsende Verantwortung für die Qualität und die Richtigkeit der zur Verfügung gestellten Quellen.