«Prozeß» und Verteidigung eines demokratischen Bibliothekarmodells am Beispiel von Eugène Morel

Der «Babelkomplex» spukt in der Bibliothek. Sie wird einem theologischen, ontologischen und politischen Prozeß unterliegen, der ihr Auftauchen im politischen Raum neutralisiert. Wozu auch die Höhle des Boshaften verteidigen? Liefert die pluralistische, öffentliche und universale Bibliothek nicht trotzdem ein Beispiel für eine demokratische Institution, und zwar gegen die biblische Matrize von Ordnung und Autorität? Ist das Bibliothekmonument durch seine Modalitäten und Ziele nicht die Grundlage der tatsächlichen Möglichkeit für staatsbürgerliches Urteilen? Der kämpferische Bibliothekar Eugène Morel wird sich als beißender Verteidiger dafür einsetzen. Sei es uns gegeben, nun sein Plädoyer zu hören!