Die Wahl der zeitgenössischen Archive auf die Gefahr von Malthusianismus hin?

Seit langem steht die Selektion im Zentrum der Archivbildung. Die von einer materiell unumgehlichen Notwendigkeit herrührenden, rechtlich umrahmten und sich auf eine bewährte Methodologie stützenden Archivbeseitigungen betreffen vor allem die durch Anwendung der Entscheidung bestimmter Instanzen entstandenen Archivreihen. Sie werden andererseits durch die Berücksichtigung der Netzarbeitsweise der Organisationen und deren Verlagstätigkeit erleichtert, die eine erneute Zentrierung der Kollekte der durch Entscheidung bestimmter Instanzen entstandenen Archive rechtfertigt. Deren nicht umkehrbare Eigenschaft ruft jedoch zu höchster Wachsamkeit auf, denn sie könnten die Erfüllung der Gedächtnisaufgabe gefährden.