Von der Bibliothekswissenschaft zum Management: die Verwaltung den Aufgaben unterordnen

Die Bibliothekswissenschaft besitzt keine festen technischen Bezugspunkte mehr noch entsprechende etablierte Werte. Die entwickelten oder vorgeschlagenen Innovationen schaffen mehr Probleme als sie lösen. Die Reform der Verwaltung der Bibliotheken setzt voraus, von der öffentlichen Politik auszugehen, daß es der Auftrag der Bibliotheken ist, eine Dienstleistung zu erbringen, um zuerst einmal die ausdrücklichen Ziele festzuhalten und danach eine Strategie der Leistungsfähigkeit für den sozialen und Forschungsbereich festzulegen, in einem möglichst idealen Verhältnis zwischen Kosten und Effizienz. Diese weitere Sichtweise setzt den Rückgriff auf die Politikwissenschaften, die Soziologie und die öffentliche Verwaltungslehre voraus. Der Fortschritt bei der Verwaltung der Bibliotheken erfordert so weniger eine Überarbeitung der Bibliothekswissenschaft als eine Integration in ein Bibliotheksmanagement des öffentlichen Dienstes.