Sibil, vom Pilotprojekt zum Leitschema : Bilanz und Aussichten des Netzes Sibil France, 1984-1994

Zehn Jahre später hat das Netz Sibil France die Vorteile einer auf der verteilten Katalogisierung gefußten EDV-Lösung erwiesen für die Besorgung bibliographischer Daten in den Universitätsbibliotheken. Das System wurde 1982-1983 als Pilotprojekt in Montpellier eingestellt, in der BCU (zentrale Universitätsbibliothek) von Lausanne verarbeitet und auf den Maschinen des nationalen Sud-Rechenzentrums der Universität Montpellier (CNUSC) betrieben. Es hat mehr als zwanzig Universitäts- und Forschungsbibliotheken versammelt. Von den 13 900 lokalisierten Dokumenten (1986) bis zur Million (1995) hat das Netz mit bemerkenswerten Bemühungen dazu beigetragen, daß bibliographische Daten in Frankreich selbst entstehen. Trotz der Konkurrenz von bedeutenderen Datensammelstellen (OCLC, BN) hat Sibil France gewußt, seine eigene Dynamik zu finden und eine zusammenhängende Qualitätsbank zu bilden. Nach einer sehr vorteilhaften Mitarbeit mit Rébus (Netz der Sibil benutzenden Bibliotheken) sieht heute Sibil France seine eigene Verschwindung ohne Seelenzustände vor, da es sich 1998 ins künftige System der Universitätsbibliotheken einfügen soll.